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Gehen die Christen nicht zu intolerant mit homosexuell veranlagten Menschen um?


In den Kirchen und Gemeinden werden Homosexuelle fast geächtet. Wenn bekannt wird, dass Leute schwul oder lesbisch sind, werden diese nicht selten aus der Gemeinde ausgeschlossen (oder heraus geekelt). Sind dier Christen da nicht zu intolerant?

Diese Frage muss man leider bejahen. Christen und Kirchen sind in der Vergangenheit leider oft falsch mit dem Thema Homosexualität umgegangen und auch heute ist das noch oft so.

Nur um Missverständnissen von vornherein vorzubeugen: Gott heißt Homosexualität nicht gut - es wird in der Bibel mehrfach ganz klar als Sünde offen gelegt. Er heißt es aber auch nicht gut, wie Christen oft (oder eher 'meistens') damit umgehen.

Die wenigen schwulen oder lesbischen Menschen, die sich mal in eine Kirche verirren, werden dort in aller Regel schief angeschaut und dann in aller Form darauf aufmerksam gemacht, dass sie doch bitte erstmal von ihrer Sünde ablassen sollen - dann könnten sie wiederkommen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass Mörder und Schwerverbrecher von Christen gnädiger behandelt werden als Homosexuelle...
Aber das ist nicht die Art und Weise wie Jesus mit diesen Menschen umgegangen ist. Jesus liebt alle Menschen ob homo- oder heterosexuell, ob Christ oder Atheist. Jesus hat zuallererst den Menschen gesehen. Er ist auch zu den Sündern gegangen und hat sie so angenommen wie sie sind, obwohl das in der Gesellschaft damals hochverpöhnt war:

Matthäus 9, 11 (Schlachter):Und es geschah, als er in dem Haus zu Tisch saß, siehe da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch.
Und als die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?


Es kamen also "viele Sünder" zum Essen. Das waren bestimmt nicht nur Leute, die mal gelogen, oder mal etwas zu viel getrunken hatten. Das waren die Leute, die in der frommen Gesellschaft damals alles andere als akzeptiert wurden. Mörder, Prostituierte, Zöllner und Steuereinnehmer. Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass da auch der ein oder andere Homosexuelle dabei gewesen ist.
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Jesus hat sie alle geliebt, so wie sie waren, ohne Bedingung und ohne dass sie etwas leisten mussten. Und das tut er auch heute noch.
Wir meinen immer, dass Gott so eine Art Sündenkartei hat, wo die verschiedenen Sünden nach Schweregrad kategorisiert sind. Homosexualität, Sex vor der Ehe und dergleichen stehen dort unter der Kategorie "besonders schlimm" und bei Dingen wie Heuchelei, Notlügen, Steuerhinterziehung und Zu-schnell-fahren-in-der-30-Zone wird er schonmal ein Auge zudrücken. Aber das ist FALSCH! Gott hasst die Sünde (nicht die Menschen, die sie begehen) - egal welcher Art. Sünde trennt uns von Gott und wir Christen machen oft genauso (viele) Fehler wie andere auch. Jesus ist für unsere Schuld genauso gestorben, wie für die der Menschen mit homosexueller Neigung - ohne Ausnahme! Jesus hat diese Menschen in der Bibel bedingungslos(!) angenommen, also sollten wir das heute auch tun - gerade wir als Christen.

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