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2jesus.de - Das Forum für Bibel, Glaube und Jesus |
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 3. November 2009 20:20 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Der ganze Gott
''Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist''.
Kolosser 2, 8-10
Christen glauben in erster Linie an eine Person - Christus ist unser Heil und die Antwort auf alle Fragen und Nöte, die unser Menschsein mit sich bringt. Wir brauchen kein Programm, kein Geld, keine Strategie, keine speziellen Kontakte und auch keine ausgeklügelten Lebensweisheiten um zu Gottes Offenbarung in Jesus Christus zu kommen. Gott kommt zu uns - das ist das Geheimnis des Evangeliums, welches im Sohn Gottes Licht und Wärme in unsere Seele hinein gebracht hat. In IHM ist die Fülle - das bedeutet, daß Jesus uns nicht nur eine Teilinformation von Gott gebracht hat, oder lediglich einen Funken Wahrheit, einen frommen Ableger oder eine Absichtserklärung durch einen himmlischen Unterhändler. In Jesus Christus kam die Fülle der Gottheit leibhaftig - Johannes 1,14: "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit". Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6), und er ist das Alpha und das Omega (der Erste und der Letzte), er war tot und wurde wieder lebendig (Offenbarung 1, 17-18). Jesus ist Gott! Wie könnte eine noch so phantastische Idee, ein noch so geniales Programm, oder ein noch so dickes Konto, die ewige Bedeutung und Kraft Jesu Christi auch nur im Geringsten ersetzen, ergänzen oder unwichtiger machen? Am Sohn Gottes scheiden sich die Geister, ER ist der Eckstein, der alles zusammenhält - Epheser 2, 19-21: "So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn".
Man kann es gut meinen und dennoch sang- und klanglos am Lebensziel vorbeilaufen und verloren gehen, weil man die Bedeutung und heilsnotwendige Autorität des menschgewordenen Gottes missachtet und gering geschätzt hat. Wo Jesus Christus nicht die Bedeutung einnimmt, die ihm zusteht und zum Heil absolut nötig ist, wird das Ziel des Glaubens nicht erreicht. In Johannes 12, 44-46 steht: "Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe". Ohne Jesus sind wir in der Finsternis und werden auch darin bleiben. Hätte Gott in seiner souveränen, gerechten und freien Entscheidung nicht die lebendig gewordene Gnade und Erlösung (sich selbst) in die dreidimensionale Welt geschickt, wären wir ewig verloren und hätten es auch nicht anders verdient. Niemand hat ein Recht auf Gnade! Wer zu denen gehört, der an die Vergebung der Sünden glaubt, ist nicht besser als andere. Keiner hat je nach Gott gefragt und konnte sich ein Leben ohne Sünde überhaupt noch vorstellen (Römer 2,4). Darum sagte Jesus in Johannes 6,44: "Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage". Gottes Gnade muss für uns nicht erklärbar, aber glaubbar sein - das muss genügen, daß wir einsehen, allein aus Gnade gerrettet zu sein - ohne Verdienst oder Anspruch. Gott ist groß - Psalm 108,5: "Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen". Wo ist so ein Gott wie ER?
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 4. November 2009 16:14 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Kinder, Kinder!
''Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf''.
Matthäus 18, 3-5
Kinder werden von Erwachsenen oft nicht richtig ernst genommen, weil sie sich auf die niedrige Position eines Kindes nicht herablassen wollen und können. Aber in Bezug auf Gott und die Vergebung der Sünden ist es genau das, was wir tun sollten. Unsere natürliche (weltliche) Denkweise muss sich grundlegend ändern, wenn wir es mit Gott zu tun haben. Die Jünger Jesu hatten das noch nicht verstanden und entsprechend auf die Begebenheit reagiert, die wir in Matthäus 19, 13-15 lesen: "Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter". Sich seiner Begrenztheit und Niedrigkeit bewusst zu sein, und trotzdem den Mut und das Verlangen zu haben, um das Gute zu bitten, ist etwas, was Gott gefällt und von ihm gefördert wird. In Matthäus 23,12 lesen wir: "Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht". Wenn wir hochmütig und überaus erwachsen sind, bitten wir eher nicht um das Gute, sondern holen es uns. Bei Gott rennen wir hier selbstverständlich gegen die Wand. Den Emanzipierten und Hochmütigen wird Gott immer widerstehen (1. Petrus 5,5). Ich finde es schlimm, wenn man Kindern etwas erträglich oder umsetzbar machen will, mit dem Argument: "Du bist doch schon groß"! Man wird oft von klein auf zum Erwachsenwerden gedrillt, aber im Glaubensleben, muss man in gewisser Weise ein Kind bleiben. Wenn ein Kind mit etwas beschäftigt ist, vergisst es alles andere ringsumher, und ist in seiner eigenen (Glaubens)welt. Die Kinder, die zu Jesus gebracht wurden, wollten von Jesus gesegnet werden. Sie wussten, wenn Jesus für sie betet, dann geschieht etwas - ohne Zweifel. Die Jünger wussten das vermutlich auch, waren aber offensichtlich der Meinung, daß es in dem Moment Wichtigeres gab, als naive Kinderwünsche zu erfüllen. Wie sehr sie sich doch irrten!
Die Kinder taten es richtig und für die Jünger wurde die aufmerksame und liebevolle Reaktion von Jesus, ein beschämendes Lehrstück und praktischer Anschauungsunterricht. Sie sollten von solchen Kindern etwas Grundsätzliches lernen - konzentrierten Glauben! Es geht nicht darum, Kinder über alles zu stellen, oder ihnen jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Sondern darum, in ihrem kindlichen Glauben und ihrer Demut und dem Blick auf Jesus, die beste Einstellung zu sehen, wenn wir Gott suchen und seinen Segen begehren. Die Jünger Jesu hatten den Kindern irgendwas Verletzendes an den Kopf geworfen ("fuhren sie an") und Jesus hat das unterbunden. Dort wo das Leben und die Wahrheit ist, wo der Weg zu Gott ist, wo das Heil und der Segen wartet, wo die Liebe sichtbar und lebendig ist, dort sollte man nicht zögern hinzugehen. Eine unpassende Zeit gibt es dann nicht, sondern nur die Gegenwart und die Gelegenheit. In 2. Korinther 6,2 lesen wir: "Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils"! Für ein Kind gibt es nur das "jetzt", sie machen keine Pläne, oder ziehen Dinge ins Kalkül, oder denken an ungebührliches Verhalten oder Strafe, wenn sie jemanden liebhaben und vertrauen wollen. Sie sagen mit leuchtenden Augen was sie wollen, und Jesus gab diesen Kindern was sie wollten - seinen Segen! Sie wollten und mussten hier nicht erwachsen sein, sondern einfach nur kindlich glauben und zum Sohn Gottes gehen - ihrem Freund! Auch zukünftig wird unser Kindsein eine herausragende Bedeutung haben - 1. Johannes 3, 1-2: "Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist".
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 16. November 2009 16:20 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Resignation
''Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege''.
Psalm 139, 23-24
Resignation (von lat. re-signare das Feldzeichen (signum) senken, kapitulieren; seine Unterschrift zurückziehen, widerrufen) ist das Ziel des Teufels mit uns Christen. Dieser will, daß wir vor Gott resignieren, uns vom Glauben abwenden und sozusagen "die Flinte ins Korn" werfen. Der Teufel will unseren Glauben verzerren und uns entweder zu einer ängstlichen oder gleichgültigen Haltung Gott gegenüber bewegen. Beides ist verkehrt. Wir haben mit Gott einen Vertrauensvertrag abgeschlossen und wenn wir resignieren, bedeutet das, wir ziehen unsere Signatur zurück. Satan will uns suggerieren, daß wir es sowieso nicht hinbekommen mit dem Glauben, und es dann doch besser wäre, es sein zu lassen. Und manchmal gelingt es ihm, daß wir nicht mehr zu Gott beten, sondern unsere Traurigkeiten anbeten und darin versinken. Das ist der Kern der Resignation. David schreibt in Psalm 86, 5-8: "Denn du, HERR, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen. Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens! In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören! Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust". Will ich, daß Gott meine Probleme löst? Oder definieren wir uns über unsere Sorgen und Nöte und Traurigkeiten? Wenn wir meinen, Gott mit "unserem Kram" nicht belästigen zu wollen, nimmt unser Glaube egozentrische Züge an. Das sind konkrete Gebetshindernisse. Wenn wir träge werden, weil wir nicht mehr wirklich glauben, daß Gott in unserem Leben präsent ist und uns sieht und umgibt, werden wir auch entsprechend unsere Gedanken mit Bildern füllen, die uns resignieren lassen. Dann werden Probleme zu in Stein gehauenen Traurigkeiten, an denen wir uns narzistisch hochziehen. Der Teufel reibt sich die Hände. Er ist ein geschlagener Feind, wollen wir ihm diesen Triumph über unser Leben zugestehen?
Was wir tun sollten, ist unsere Probleme zu durchdenken und lösungsorientiert glauben. Die Lösung ist kein selbstgestrickter 10-Punkte-Plan zur Wiederbelebung geistlicher Wüsten, sondern ganz praktisch Gott! Gib ab, was dich belastet, nimm dir die Zeit zum abgeben, zum beten und zur Stille vor Gott! Räume aus dem Weg was dir bislang die Ruhe, die Zeit und den Raum gestohlen hat um wirklich im Glauben zu Gott zu kommen mit allen Nöten, Sorgen und Lasten. Das ist dein Opfer, was du Gott geben kannst - deine Zeit, dein Dank, dein Glaube und deine lebendige Hoffnung. Warum beten wir oft nicht? Möglicherweise, weil wir schon während wir beten, festlegen, wie Gott uns erhören könnte oder sollte!? Wir legen das "wie" fest und sind dann enttäuscht, wenn es anders läuft und lassen es, oder beten ohne Glauben. Gott redet meist durch unser Leben zu uns - ganz individuell. Gott sieht dich, siehst du auch Gott? Es gibt für einen Christ, der mit Gott einen Vertrauensvertrag hat, der auf Liebe, Gnade, Verständnis und Annahme beruht, keinen wirklichen Grund zur Resignation. Gott schafft das Leben - auch dein Leben. Lege deine Sorgen in die Hand Gottes - gib sie ab - das ist wie ein juristischer Akt, ziehe deine Unterschrift nicht zurück. In Psalm 37, 3-7 schreibt David: "Hoffe auf den HERRN und tu Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich. Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht. Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag. Sei stille dem HERRN und warte auf ihn". Glaubst du das? Ich wünsche dir Gottes wunderbare Segnungen - ganz konkret heute, hier und jetzt!
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 22. November 2009 12:37 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Kreatives Christsein
''Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen''.
1. Korinther 6,12
Nicht alles, was rechtmäßig ist, ist auch hilfreich. Nichts, was mich abhängig macht und über jedes Maß beherrscht, ist positiv für mich. Also beispielsweise Dinge wie Alkohol, Essen, Drogen, Tabak, Hobbys oder Unzucht. Diese Dinge können mich (auch als Christ) regelrecht versklaven, weil ich ihnen zwanghaft und über Gebühr meine Aufmerksamkeit gebe. Paulus ging es nicht darum, im absoluten Sinne "alles" tun zu dürfen als Christ. William McDonald schrieb in seinem Kommentar, daß es sich hier um "sittlich neutrale Angelegenheiten" handelt, und daß "es gewisse Dinge gibt, die zwar erlaubt, aber nicht nützlich sind, und daß es Dinge gibt, die für mich erlaubt sind, die jedoch einen anderen zu Fall bringen, wenn er sie mich tun sieht". Das würde daher auch keinen Sinn ergeben, wenn man "alles" wortwörtlich nehmen würde. In Galater 5,13 schreibt Paulus entsprechend: "Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern". Bin ich also doch beschnitten (eingeschränkt) als Christ, und kann mich nicht ausleben, sondern muss in einem engen, vorgesteckten Rahmen wirken und leben? Nein, das nicht. Wir sind als Christen individuelle Wesen, jeder auf seine Weise einmalig und kreativ veranlagt. Wir sind tatsächlich bedeutend, weil es keinen zweiten Menschen wie wir auf der Erde gibt und jemals gab. Francis Schaeffer (1912-1984) schrieb: "Kein Kunstwerk ist von größerer Bedeutung als das Leben des Christen, und jeder Christ ist berufen, in diesem Sinne ein Künstler zu sein. Er mag keine Gabe zum Schreiben, Komponieren oder Singen haben, aber jeder Mensch besitzt die Gabe der Kreativität bezüglich seines eigenen Lebens. In diesem Sinne sollte das Leben jedes Christen ein Kunstwerk sein. Das Christenleben sollte etwas Wahrhaftiges und Schönes sein inmitten einer verlorenen und verzweifelnden Welt". Gott ist ebenso ein Künstler und das kreativste Lebewesen das es gibt. Die Schöpfung ist ein Kunstwerk des Geistes und unser Leben sollte das widerspiegeln.
Wenn meine ureigene Kreativität aber so weit führt, daß ich anderen einen negativen Anstoß gebe, oder meine Süchte mich seelisch verkrüppeln, dann ist mein Künstlerleben eher erbärmlich und unverständlich als erhabend und schön. Wie wir uns in der Welt verhalten sollen, davon spricht die Bibel an vielen Stellen, wie zum Beispiel in 1. Petrus 2, 15-17: "Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr mit guten Taten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft - als die Freien und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König"! Das ist letztlich die Frage: Was ehrt den König? Und was ehrt den König nicht? Gott freut sich ganz bestimmt über unsere guten Ideen und unsere künstlerische Freiheit die wir ausleben und umsetzen. Aber wir sollten auch nicht blind sein gegenüber den Dingen, die nur meiner Lust und meinem Stolz dienen. Der Wille Gottes schränkt uns nicht ein, im Gegenteil, er fördert unsere Talente und erweitert unsere Kreativität. Und darum ist die Frage nach Gottes Willen in allen Dingen, eher der Beweis für eine richtig verstandene Kreativität und Freiheit, als das Gegenteil. Die willentliche Bindung an Gott ist wahre Freiheit, die sich dann auch in allen Lebensbereichen niederschlagen kann und sollte. Es ist schön, wenn man kreativ ist und anderen dadurch auch dienen kann. Unsere Gastfreundschaft, unsere Kommunikationsfähigkeit, unsere Kochkünste, unser handwerkliches Geschick, unsere Freundlichkeit, unsere Zeit, unser Lachen, unsere Weisheit, und unsere ureigene Spontanität, das alles und mehr, macht uns unverwechselbar. Dank sei Gott für seine Gnade, seine Treue und seinen Geist, der alle Dinge erforscht, selbst die Tiefen der Gottheit (1. Korinther 2,10). Wir brauchen diesen Gott, den Vater im Himmel, um in unserer Bestimmung zu wandeln - ganz individuell, frei, kreativ, begabt und dem Guten nachstrebend.
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 18. Dezember 2009 07:47 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Der Schwachheit rühmen
''Wenn ich mich denn rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen''.
2. Korinther 11,30
Ich denke, Paulus hat mit dieser Bemerkung und Feststellung, vor allem eines deutlich machen wollen: Nämlich die absolute Gnade und Souveränität Gottes und die Bestätigung, daß Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist (2. Korinther 12,9). Paulus war sich dessen durch sein eigenes, vergangenes Leben sehr bewusst (Philipper 3,8). Und wenn wir selbst zurückblicken, sehen wir da in unserem Leben nicht ebenso viel Schwachheit, Unvermögen, Versagen, Hilflosigkeit und nutzloses Wissen? Wenn wir ehrlich zugeben schwach zu sein, dann geben wir gleichzeitig Gott die Ehre, wenn in meinem Leben Gutes, Positives und Erfolgreiches zustande kommt. Und wo ich dies auch an andere Menschen weitergebe, sammle ich mir sogar Schätze im Himmel (Matthäus 6,20). Wir haben uns nicht selbst zum Glauben erwählt (Johannes 15,16) und waren tot in unseren Sünden (Epheser 2,5) - wie könnten wir dann meinen, vor Gott irgendetwas Zählbares aus uns selbst produzieren und umsetzen zu können? Jesus sagt uns in Johannes 15,5: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun". Das kann mitunter schwer verdaulich sein, sich vor Gott so völlig abhängig und kraftlos zu sehen. Und mancher stolze Mensch, wird auch genau wegen dieser dämonischen (bösen) Uneinsichtigkeit und Überheblichkeit, keinen Glauben und Zugang zu Gott finden (können). Und selbst vermeintlich gläubige Menschen können hier regelrecht Schiffbruch erleiden, wenn sie ihren Glauben als ihr eigenes Werk sehen, und von ihrer Verdorbenheit und geistlichen Leichenstarre nicht überzeugt sind. Paulus war, nachdem Jesus ihm auf dem Weg nach Damaskus begegnete (Apostelgeschichte 22, 6-8) von dieser religiösen Blindheit bei sich selbst überzeugt, und hat später sein "altes" Wissen nicht umsonst, im Vergleich zur Erkenntnis der Person Jesus Christus, als "Dreck" (Lutherübersetzung) bezeichnet.
Solchen "frommen Leichenschändern" (Unlebendigen Menschen, die sich selbst zum Leben erwecken und sich dann für Gott entscheiden) wird Jesus einmal sagen müssen: "Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter" (Matthäus 7,23)! Es ist eine üble Tat, wenn man christliche Werte, Worte und Wahrheiten in einer Gesinnung verbreitet, die Jesus in seinem eigenen und vollkommenen Werk im Evangelium beschneidet und somit verunehrt (1. Korinther 11,29). Es ist Gottes Wille und Prinzip, das Schwache und nicht das (eingebildete) Starke zu erwählen (1. Korinther 1, 27-29). Kann man sagen, daß dies so sein muss, weil Gott absolut von sich selbst überzeugt ist und sein muss? Stellen wir uns vor, die absolute Wahrheit, die unendliche Kraft und ewige Weisheit entscheidet sich für oder gegen etwas außerhalb seiner Selbst? Was würde das für einen Sinn ergeben - ist Gott mit sich selbst unseins? Sicher nicht, denn Gott ist gut, wohlgefällig und vollkommen (Römer 12,2). In Psalm 33, 4-5 lesen wir: "Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte des HERRN". Der Sohn Gottes ist zu unserer Gerechtigkeit geworden (1. Korinther 1,30) und deshalb ist Jesus auch der geliebte Sohn, an dem Gott wohlgefallen hat (Markus 1,11). Wir können als gefallene Menschen weder wahrhaftig, verläßlich, rechtens, noch gerecht sein, aber da genau Gott das liebt, hat er in seiner Güte beschlossen, weil wir das weder sind, können noch haben, uns in Jesus Christus dies alles zu schenken (Römer 8, 32-33). Vielleicht verstehen wir Paulus nun etwas besser, wenn er sich am allerliebsten seiner Schwachheit rühmt - Gott zur Ehre!?
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 11. Januar 2010 16:14 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Gottes Ehre suchen
''Niemand verachte dich wegen deiner Jugend; du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit.''
1. Timotheus 4,12
Es ist einfacher anderen zu sagen, wie sie sich als Christen verhalten sollen, als es selbst zu tun. Man kann sicherlich gut erklären, wie etwas funktioniert, aber es selbst in die Tat umzusetzen, ist ungleich schwerer und auch oft nicht von Erfolg gekrönt. Paulus wusste das, und hat vermutlich deshalb dem jungen Timotheus diese Bitte und Ermahnung mit auf den Weg gegeben, damit er ein Vorbild ist. Gerade wir Christen sind untereinander oft kritischer mit anderen als mit uns selbst. Das ist aber keine gute Idee - Philipper 2, 3-4: "Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient". Im Zeitalter von Handys, Chatrooms, Internet, Google und einer immer mehr expandierenden Informationstechnologie ist es relativ einfach geworden, Kluges ohne viel Aufwand (und mehr oder weniger anonym) einfach weiterzugeben. Der Mensch der dahinter steckt ist meist nur ein nebulöser Tastendrücker. Hier stehen auch gerade wir Christen in der Gefahr, zu brillianten Theoretikern und gleichzeitig zu erbärmlichen Praktikern zu mutieren. Das kann nicht im Sinne Gottes sein, auch wenn das aufgeschriebene Wort der Bibel unsere existentielle Glaubensgrundlage und geistliche Informationsquelle ist und bleiben muss. Der leibliche Bruder Jesu bringt es in Jakobus 2,26 auf den Punkt wenn er schreibt: "Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot". Wir suchen genau in dem Moment Gottes Ehre, wenn unser Glaube Hände und Füße bekommt. Und dies gilt sicherlich auch darin, wie wir mit uns selbst umgehen - Stichwort: Wandel und Reinheit! Das betrifft so ziemlich alle Lebenbereiche, unabhängig davon, ob man nun alleine lebt oder eine Familie hat.
Der Feind schläft nicht und will, daß wir an uns selbst verzweifeln wenn wir unser Versagen sehen. Und wir sehen es ja wirklich - nur, wir gehen wir damit um? Unser Verhalten hängt auch meist mit unserem Gottesbild zusammen. Wie erleben wir Gott in seiner Heiligkeit, Macht und Größe? Martin Luther zerbrach fast an seiner Unfähigkeit und Schuld, als er erkannte, dem heiligen und ewigen Gott niemals genügen zu können, und einfach nur ein Häufchen Elend zu sein. Er suchte verzweifelt nach einem gnädigen Gott, den er schließlich auch finden durfte. Andere gläubige Menschen lassen so ziemlich nichts aus, was ihnen gefallen könnte und fühlen sich frei und unbegrenzt und reagieren empfindlich, wenn ihnen jemand sagen will, was gut für sie wäre. Sie fühlen sich stark und sind dabei manchmal umwerfend wie ein "Elefant im Porzellanladen". Auch hier bedeutet Gottes Ehre zu suchen, sich selbst zu hinterfragen und Defizite im Wandel und der Reinheit mit "rechtschaffenden Werken der Buße" zu begegnen (Apostelgeschichte 26,20). Buße bedeutet soviel wie "Sinneswandel" (griech. metanoea). Also möglicherweise einzusehen, daß man in manchen praktischen Dingen in seinem Leben falsch gedacht und entsprechend gehandelt hat. Mitunter fangen wir aber erst dann an nachzudenken, unseren Sinn zu wandeln, wenn uns manches innnere und äußere Chaos in unserem Alltag überrollt und zugedröhnt hat. Das ist nicht lustig, aber doch eine Chance Gottes Ehre zu suchen, indem man anfängt aufzuräumen, sich von Dingen zu trennen, still und demütig zu werden, um letztlich besser hören zu können, was Gott wirklich von mir will.
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 19. Januar 2010 22:28 |
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Gottes Kunstwerk
''Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir darin wandeln sollen''.
Epheser 2,10
Richtige Kunstwerke sind teuer, selten und werden aufwendig verwahrt und beschützt. Wenn einem etwas besonders gut gelungen ist, sagt man mitunter auch, es ist ein "Gedicht". Paulus schrieb der Gemeinde in Ephesus, daß sie Gottes Werk sind. Das griechische Wort dafür lautet "poiema", was nun tatsächlich soviel bedeutet wie "Gedicht" oder "Kunstwerk". Nun könnte man sich fragen, was denn so besonders wertvoll und erwähnenswert am Menschen ist? In Psalm 144, 3-4 fragt David: "HERR, was ist der Mensch, dass du dich seiner annimmst, und des Menschen Kind, dass du ihn so beachtest? Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten". Und neutestamentlich stellt die Bibel unmissverständlich fest, daß alle Menschen abgewichen und verdorben sind (Römer 3,12). Kann man ein verdorbenes Kunstwerk sein? Oder ein Gedicht, das unnütz und verkehrt ist? Das geht so nicht, auch wenn man heutzutage jahrhunderte alte Kunstwerke restaurieren, retuschieren, digitalisieren, fixieren und somit haltbar und unversehrt machen kann, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Das ist hier überhaupt nicht gemeint. Für Gott untaugliche, sündige Menschen (Psalm 14,1) werden nicht recycelt und renoviert, sondern neu erschaffen. In 2. Korinther 5, 17-18 lesen wir: "Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt". Paulus betont, daß alles ausschließlich von und durch Gott gekommen ist, der sich durch Christus mit sich selbst versöhnt hat: Gottes Krönung der Schöpfung ist der erlöste Mensch!
Ein Werk (der Mensch) macht sich nicht selbst zum Kunstwerk, sondern jemand anderes (Gott) erklärt in seiner Kompetenz (Schöpfer) und gerechten Befugnis (Christus) ein Werk zu einem einmaligen, individuellen Kunstwerk und einem unvergleichlich schönen und reinen "Gedicht". Das alles beschreibt dann den erlösten Menschen, den neuen Menschen in heiliger von Gott verliehenen Gerechtigkeit und Sündlosigkeit. In diesem neuen Zustand sollen wir nun tatkräftig "wandeln" (auf vorbereiteten Wegen) um uns selbst und anderen zu beweisen, daß sich bei uns etwas verändert hat - wir Kinder Gottes geworden sind. Vorbereitete Wege zu gehen ist kein Automatismus. Wir haben durch den Glauben jederzeit die Möglichkeit dazu, können (werden) aber auch eigene Wege gehen (müssen), hinfallen, aufstehen und wachsen. Das ist damit gemeint. Glaubenswerke sind keine Werk-Gerechtigkeit, sondern eine Glaubens-Gerechtigkeit, die durch Werke bewiesen und bestätigt wird. In Jakobus 2,22 steht: "Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden". Das ist nun auch der Unterschied zwischen einem Kunstwerk, daß irgendwo in einem abgedunkelten Raum eines Museums eingerahmt an der kahlen Wand hängt, und einem lebendigen Kind Gottes, daß sein neues Leben in Dankbarkeit, Freiheit, Freude und Ernsthaftigkeit lebt um Gott zu ehren. Entsprechend lesen wir in Matthäus 5,16: "So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen".
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 29. Januar 2010 18:35 |
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Mehr lieben
''Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?''
2. Korinther 12,15
Liebe sucht nicht das, was einer hat, sondern was einer ist. Das immer unterscheiden zu können, fällt nicht wenigen Menschen schwer. Manchmal ist die Enttäuschung und Ernüchterung groß, wenn man merkt, daß man von anderen über seinen Besitz definiert wurde, und die Liebe schwindet, wenn man nichts mehr zu bieten hat. Das ist so leider nicht selten die Realität. Paulus wusste um diese Dinge und legte daher wert darauf zu betonen, niemandem zur Last gefallen zu sein oder sich durch List und Tücke irgendwelche Sympathien erschlichen zu haben (2. Korinther 12, 16-17). Er war nicht liebevoll und freundlich, weil er etwas wollte, sondern weil er etwas geben konnte. Daß hinter Engagement, Hingabe und Präsenz einfach auch ehrliche Liebe und ungeheucheltes Interesse stecken kann, fällt einem heutzutage wohl immer schwerer zu glauben, weil man davon ausgeht, daß jeder irgendwo doch nur seinen eigenen Vorteil im Sinn und Blick hat - auch unter Christen! So ein (sündiges) Denken ist bei Paulus (und sicherlich auch vielen anderen heutigen Christen) schlichtweg falsch und unzutreffend. Wenn jemand wie Paulus immer wieder gerne von Jesus Christus redet (und sich dabei velleicht auch manchmal wiederholt) macht er das wohl kaum, um sich zu entschuldigen oder zu verteidigen, sondern tatsächlich aus ungetrübter Liebe und aufrichtiger Sorge um seine Glaubensgeschwister. In 2. Korinther 12,19 lesen wir: "Schon lange werdet ihr denken, dass wir uns vor euch verteidigen. Wir reden jedoch in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, meine Lieben, zu eurer Erbauung".
Paulus hätte sein Leben gelassen für seine Glaubensgeschwister, und wenn wir die außerbiblischen (geschichtlichen) Berichte lesen, wissen wir, daß es tatsächlich so gekommen ist. Die meisten Historiker nehmen das Jahr 67 nach Christus als Todesjahr an. Daß er unter Kaiser Nero den Märtyrrertod (Enthauptung) gestorben ist, gilt als wahrscheinlich. Was macht wahre Liebe aus? Sie ist nicht auf Gegenliebe angewiesen. Sie sieht das Wesentliche und hat ein Ziel. Paulus drückte dies in seinem bereitwilligen Dienst für die Gemeinde in Korinth aus. Das tat er gerne. Deren geistliches Wohlergehen lag ihm am Herzen, auch wenn er das so nicht zurück bekommen hatte, und teils mißverstanden wurde. Er blieb sich hier treu und folgte damit ganz der Gesinnung seines HERRN Jesus Christus. Auch uns kann das so geschehen, daß unsere Motive in Frage gestellt werden und manche denken, daß wir uns verteidigen müssten. Wer praktisch liebt, wird manchmal argwöhnisch gesehen, weil man sich leider immer weniger vorstellen kann (will) daß jemand sich für andere regelrecht aufopfert um der Sache des Glaubens willen (Philipper 2, 14-18). Wenn wir für den Glauben arbeiten, tun wir dies wirklich um anderen zu dienen? Bei Paulus war es so, und wir dürfen uns daran ein Beispiel nehmen und müssen uns auch nicht verteidigen, wenn wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern unseren gerade Weg gehen um zu lieben, zu dienen und füreinander da zu sein in Jesu Namen.
Jörg Bauer
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 13. Februar 2010 20:43 |
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Unverzeihliche Sünde
''Da wurde ein Besessener zu Jesus gebracht, der war blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Stumme redete und sah. Und alles Volk entsetzte sich und fragte: Ist dieser nicht Davids Sohn? Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten''.
Matthäus 12, 22-24
Dem Text über die Sünde gegen den Heiligen Geist (Matthäus 12,31) geht im Kontext die Begebenheit mit dem Besessenen voraus, den Jesus heilte. Wir müssen bei der Auslegung einzelner Stellen in der Heiligen Schrift, immer auch die Zusammenhänge sehen, sonst besteht die Gefahr, daß wir sektiererisch die Bibel mißbrauchen für wunderliche, einseitige und verkehrte Interpretationen ohne Sinn. Grundsätzlich kann jede Sünde vergeben werden, bis auf eine - Matthäus 12, 31-32: "Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt". Die Pharisäer zweifelten nicht am Wunder der Dämonenaustreibung, aber sie haben die göttliche Kraft, die dahinter stand, nicht Gott und dem Heiligen Geist zugeschrieben, sondern dem Teufel. Damit machten sie Jesus zum Handlanger der Dämonen. Genau das war die Sünde gegen den Heiligen Geist! Dem Teufel zuschreiben, was allein Gott gebührt, ist sozusagen der Gipfel der Ignoranz, der Gottlosigkeit und des Unglaubens. Und vor allem ist es auch extrem unlogisch, was die Pharisäer hier vorbrachten. Jesus macht das in seiner Antwort mehr als deutlich - Matthäus 12, 24-26: "Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten. Jesus erkannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann nicht bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen"? Die Pharisäer glaubten eher, daß der Teufel sich selbst ausbremst, als daß Jesus durch den Heiligen Geist diesen dämonisierten Menschen befreite, und ihn wieder sehen und sprechen ließ. Sünde bedeutet im Leben soviel wie "Zielverfehlung". Und das ist es, wenn wir in unseren Sünden sterben - ein verlorenes Leben! Das ist nicht Gottes Wille, sondern daß allen Menschen geholfen wird, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit finden (1. Timotheus 2, 1-4).
Daß Gott willig ist, uns auch aus der tiefsten Sündennot zu befreien, lesen wir in Jesaja 1,18. "So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden". Glauben wir daran, daß Gott Sünden vergeben kann und will? Darum geht es letztlich. Gott hat die Kraft und die Möglichkeiten, uns aus der Finsternis ins Licht zu führen. Der Teufel kann nur zerstören und bekämpfen was heilig ist - er ist der Vater der Lüge und ein Menschenmörder von Anfang an (Johannes 8,44). Gott als Teufel zu bezeichnen und die Wunder, Heilungen, Befreiungen und Segnungen Jesu Christi einem bösen Geist zuzuschreiben, sind gedankliche Ausgeburten der Hölle und der Finsternis. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang auch, daß der besessene Mann einen bösen Geist hatte, der ihn blind und stumm machte (Matthäus 12,22: "Da wurde ein Besessener zu Jesus gebracht, der war blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Stumme redete und sah"). Er konnte also weder sagen was ihm fehlte, noch sehen wer zu ihm spricht. Er war hilflos wie ein Baby, war auf fremde Hilfe angewiesen, und jede Manipulation war ausgeschlossen. Jesus sah sofort was mit dem Mann los war und heilte ihn. Und dann dieses göttliche Wunder zu beschmutzen, durch unqualifizierte und hasserfüllte Kommentare seitens der Pharisäer, zeigt deutlich, wessen Geistes Kind diese Sadduzäer und Pharisäer waren - das war die beschriebene, unverzeihliche Sünde - Hochmut, Lüge und Unglaube in höchster Potenz trotz eindeutiger Offenbarungen. Es gab damals (heute wohl leider auch noch) Menschen, die das Christentum intellektuell überzeugend fanden, sich zu Christus sogar bekannten, das Gute erkannt haben, aber letztlich das Erlösungsopfer Jesu nicht anerkannten und auch seine Gottheit ablehnten - das waren die Gnostiker (Hebräer 6) die sich ihr eigenes, bekehrungsresistentes Christentum aufbauten ohne Erlöser. Diese Lehre kommt von unten und ist unverzeihlich, weil sie den Erlöser Jesus Christus aufs Äußerste verunglimpft und dämonisiert.
Jörg Bauer
Mit freundlicher Genehmigung von "www.daily-message.de"
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jorba
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Betreff des Beitrags: Re: Jörg's Andachten Verfasst: 4. März 2010 23:36 |
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Registriert: 3. Januar 2008 18:13 Beiträge: 791 Wohnort: Karlsruhe
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Woher kommt mir Hilfe?
''Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat''.
Psalm 121, 1-2
Wir Menschen haben eine stete Sehnsucht nach Sicherheit und Bedeutung. Das resultiert auch daraus, daß wir mit zunehmender Dauer unseres Lebens feststellen, daß wir eigentlich kaum etwas wirklich im Griff haben, aber trotzdem jemand sein wollen und geliebt werden möchten. Wo Menschen keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus haben, öffnen sie sich dann (um sich bedeutend zu fühlen) dubiosen Lehren, Religionen, Esoterik, Selbstfindungsprozessen, Ideologien, Gewalt und auch okkulten Dingen. Kaum waren die Möglichkeiten und die Auswahl nach derlei Dingen (um sich besonders, stark und sicher zu fühlen) so groß und auch verführerisch, wie in unseren heutigen Zeiten. Viele suchen sich also ihren Lebenssinn- und inhalt überall dort, wo er definitiv nicht zu finden ist, nämlich in der Welt. Hilfe und Stärke in übernatürlichen Dingen, die außerhalb des biblischen Gottes gesucht und (scheinbar) gefunden werden, sind nichts anderes als Aberglaube, Verführung und eine moderne Form der Abgötterei. Auch Christen stehen mehr denn je in der Gefahr, von manchen unsichtbaren Verstrickungen antichristlicher Art, beeinflusst und vereinnahmt zu werden, wenn sie nicht nüchtern und wachsam sind und sich allein an die Wahrheit in Person des guten Hirten Jesus Christus halten. In 1. Johannes 5, 20-21 lesen wir: "Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Kinder, hütet euch vor den Abgöttern"!
Machen wir uns bewusst, mit wem wir es zu tun haben - dem wahrhaftigen Gott - wer könnte ihm den Rang streitig machen oder etwas hinzufügen oder wegnehmen an dem, was er ist und getan hat? Die Frage, die der Psalmist stellt ("Woher kommt mir Hilfe?") ist quasi eine Selbsterinnerung und ein Wachwerden, eine Sichtkorrektur - nämlich sich in seiner Not und Desorientierung an Gott zu erinnern, und seinen Blick wieder von unten nach oben zu richten. Und es wird auch begründet, warum Gott die erste Anlaufstelle sein muss, wenn es darum geht sich Hilfe zu suchen. Wir haben es mit dem zu tun, der "Himmel und Erde gemacht hat" - dem ewigen Gott! Wer könnte in allem besser helfen und verstehen, als der Schöpfer der sichtbaren und unsichtbaren Welt? Für Gott bist du bedeutend - in seinen offenen Armen, die für dich zur Vergebung der Sünden ans Kreuz genagelt wurden, bist du sicher und geborgen, geliebt, erlöst und angenommen. Gott hat sich deiner erbarmt und er sieht dich - du bist bedeutend, weil es so ist und sein darf. Jesus ruft dir heute zu: "Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge" (Matthäus 10, 29-31). An das Erheben unserer (geistlichen) Augen müssen wir selbst denken und uns daran erinnern lassen, woher unsere Hilfe tatsächlich kommt! Gott segne euch!
Jörg Bauer
Mit freundlicher Genehmigung von "http://www.daily-message.de
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