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2jesus.de - Das Forum für Bibel, Glaube und Jesus |
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Scrypton
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Betreff des Beitrags: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 06:46 |
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Registriert: 25. Dezember 2009 19:19 Beiträge: 66 Wohnort: /root/
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Also, am Anfang…
die erste seltsame Behauptung findet sich in Genesis 1:3 -5: Gott erschafft Licht, trennt Licht und Dunkelheit und lässt Morgen und Abend entstehen; so kommt es zum ersten Tag. Sicher muss er dafür die Sonne geschaffen haben, denn ohne Sonne weder Licht noch Tag und Nacht, und auch keinen Morgen und keinen Abend. Richtig? Offenbar nicht… Denn Gott schafft die Sonne erst in Genesis 1:14 -19, eindeutig nach dem Licht und dem Ablauf des ersten Tages. Woher kam das Licht, wie konnte ein „Tag“ stattfinden, ohne dass die Erde sich um die Sonne drehte? Um irgendeine Lichtquelle musste sie sich drehen, denn sonst hätte es keinen erkennbaren Morgen und Abend geben können…
In Genesis 1:11 befiehlt Gott der Erde, Pflanzen hervorzubringen. Hervorzubringen. Gott schafft nicht selbst, er lässt die Erde die Arbeit machen. Soviel zu „gezielten Schöpfung". Wie sollte die Erde denn Pflanzen hervorbringen? Etwa durch …schluck!... Evolution??? Ausserdem fragt sich, wie die Pflanzen auf der Erde überleben sollen, denn bis zur Schöpfung der Sonne, die für die lebenswichtige Photosynthese notwendig ist, vergeht noch eine Weile…
In Genesis 1:16 erschafft Gott endlich zwei Lichter, eines, das den Tag beherrschen soll, eines, das die Nacht beherrschen soll. Warum? Offenbar ging das mit der Beleuchtung ja auch ohne diese Lichter (siehe 1:3). Zudem müsste jemandem mit göttlicher Inspiration oder wenigstens großem wissenschaftlichen Wissen geläufig sein, dass es sich beim Mond keinesfalls um ein Licht handelt, das die Nacht beherrscht, sondern nur um einen Licht reflektierenden Körper, der die Hälfte seiner Zeit damit verbringt, kaum sichtbar über den Nachthimmel zu ziehen? Zu guter Letzt schafft Gott noch die Sterne, um die Erde zu beleuchten. Warum zum Geier erreicht den nur das Licht von einem winzigen Bruchteil der Sterne des Universums die Erde? Ziemlich ineffektiv für einen so klugen Schöpfer.
In Genesis 1:20 lässt Gott das Wasser Leben hervorbringen. Er lässt hervorbringen. Er schöpft nicht. Evolution?
In Genesis 1:24 soll schließlich die Erde Landlebewesen hervorbringen. Soll hervorbringen. Hervorbringen. H-E-R-V-O-R-B-R-I-N-G-E-N. Das kann alles mögliche heißen, aber es klingt eher nach Evolution als nach intelligentem Design/gerichtete Schöpfung.
In Genesis 1:26-28 erschafft Gott den Menschen nach seinem Ebenbild. Hat ein allmächtiges, universelles, meistens unsichtbares Wesen ein Ebenbild? Interessant ist auch, dass er hier eindeutig Mann und Frau gleichzeitig schafft. Behalten wir das mal im Hinterkopf. (Übrigens: In Genesis 1:29 erlaubt Gott den Menschen ausdrücklich, von jedem –JEDEM- Baum zu essen. Später ändert er offenbar seine Meinung…)
In Genesis 1:30 lässt Gott alle Tiere von den Pflanzen fressen. Auch Blutegel, Moskitos, Haie, Ameisenbären und all die anderen Tiere, die definitiv nicht zum pflanzenfressen „designt“ sind?
In Genesis 2:2 muss Gott erstmal rasten. Allmächtig. So, so.
Und jetzt kommt der Hammer. Folgende Schöpfungsgeschichte hat die Bibel uns bisher erzählt: Erst Pflanzen, dann Tiere, dann Menschen, Mann und Frau gleichzeitig. Aber in Genesis 2:4 beginnt ein neuer Schöpfungsbericht. Und der sieht so aus: Zuerst erschafft Gott einen Mann. Dann die Pflanzen im Garten Eden. Der Mann ist unglücklich so alleine, darum schafft Gott alle möglichen Tiere in der Hoffnung, sie würden dem Menschen Gefährten sein können. Ist Gott nicht allwissend? Konnte er nicht ahnen, dass der Mensch sich mit Tiergefährten nicht zufriedenstellen lassen würde? Und den Ausdruck auf Adams Gesicht, als Gott ihm Schmeißfliege und Blutegel als neue Freunde präsentierte, hätte ich zu gerne gesehen… Erst jetzt kommt der Allwissende auf die Idee, eine menschliche Frau zu schaffen. Dazu braucht er, allmächtig, wie er ist, noch eine Rippe vom Mann… Welcher der beiden völlig gegensätzlichen Schöpfungsberichte ist denn nun wahr? Welchen sollen wir wörtlich nehmen, welcher ist erfunden, nur eine Metapher, falsch übertragen, was auch immer?
Ich denke, mit dieser kurzen Betrachtung schon bewiesen zu haben, dass die biblische Schöpfung keinesfalls wörtlich genommen werden kann. Und jetzt? Interpretieren? Einiges könnte man sogar zugunsten der Evolutionstheorie interpretieren… Übrigens äussert sich die Bibel selbst sich gegen ihre wortwörtliche Interpretation. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass man sich die Welt selbst ansehen und daraus seine Schlüsse ziehen soll. Macht ja auch Sinn. Wenn Gott wirklich der Schöpfer dieser Welt ist, dann ist sie mit Sicherheit seine größere, bedeutendere Schöpfung im Vergleich zur Bibel, die ja wohl eher einen kleinen Leitfaden voller Gleichnisse und Symbolik darstellt, der Menschen helfen sollte, die Welt zu verstehen, denen jede Naturwissenschaft fremd war. Und eben diese Erde ist voller Hinweise auf Evolution. Was folgern wir daraus? Kreationismus ist übelste Blasphemie…
_________________ Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr
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Dave
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 07:44 |
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Registriert: 2. März 2007 00:04 Beiträge: 10344 Wohnort: Bretzfeld
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Martinus
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 08:15 |
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Registriert: 6. November 2008 19:47 Beiträge: 843
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Scrypton hat geschrieben: Ich denke, mit dieser kurzen Betrachtung schon bewiesen zu haben, dass die biblische Schöpfung keinesfalls wörtlich genommen werden kann. Und jetzt? ....…
.......nix. Zitat: Die Leute, denen man am wenigsten widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am wenigsten achtet. (Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Erzählerin, 1830-1916)
_________________ 1. Kor. 1:10 :Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle dasselbe redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinne und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet.
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Eifel
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 10:49 |
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Registriert: 22. April 2009 12:05 Beiträge: 619
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Scrypton,
wie du siehst wird doch mit relativer Gelassenheit reagiert, denn dein Vortrag ist mit Sicherheit nicht neu und stellt nur eine weitere persönliche Variante des Themas Bibelkritik und Kritik an Gläubigen dar. Gerade über die Genesis ist unheimlich viel geschrieben, interpretiert und kritisiert worden und zwar aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Auch wenn du hier vielleicht keine ausreichende Antwort bekommst, gibt es Möglichkeiten sich mit diesem Thema erschöpfend und ausgiebig zu befassen. Für mich interessant wäre in diesem Zusammenhang, warum es dir so wichtig erscheint in einem Bibelforum 'Aufklärung' zu betreiben? Worum geht es konkret? Deine Meinung scheint doch festzustehen und warum denkst du, daß andere sich deinen Ansichten anschließen sollten? Vielleicht schreibst du mal was zu deiner Motivation in dieser Sache.
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Ron
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 11:16 |
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Registriert: 8. Januar 2007 09:05 Beiträge: 6069
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Du gibst Du ja wirklich Mühe, so ein Märchenbuch "logisch" zu wiederlegen.
Bitte - wenn es Dir Vergnügen bereitet - ich find's wertlos. *schulterzuck*
_________________ Ron
Die Freiheit liegt jenseits der Mauern, die wir selbst errichten
Wie funktioniert das Zitieren aus der Bibel?
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Perseus
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 12:58 |
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Registriert: 9. Februar 2008 01:22 Beiträge: 2139 Wohnort: NRW
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Ich verweise mal auf die Suchfunktion. Dann wirst du fest stellen, dass alle Fragen hier schon mehrfach diskutiert worden sind.
_________________ Eine Meinung zu haben, ist kein Richten. Unter Richten versteht man eine Konsequenz aufgrund eines bestimmten definierten Maßstabes, der u.A. auch die Meinung umfassen kann. Beispiele für mögliche Konsequenzen : Ignorieren, Gemeindeausschluss, Tötung.
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Scrypton
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 16:58 |
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Registriert: 25. Dezember 2009 19:19 Beiträge: 66 Wohnort: /root/
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Eifel hat geschrieben: Deine Meinung scheint doch festzustehen und warum denkst du, daß andere sich deinen Ansichten anschließen sollten? Vielleicht schreibst du mal was zu deiner Motivation in dieser Sache. Ich finde es nur allgemein sehr interessant, wie stark der einfache Glaube so sein kann und wie verzweifelt Menschen daran festhalten können, sowieso mit dem Standpunkt, nur ihr Glaube sei "der einzig Wahre". Das finde ich nicht nur naiv, sondern auch recht wichtigtuerisch und vorallem amüsant. Was ich verstehen will ist, wie man an etwas glauben kann, wogegen doch alles spricht. Antworten wie "weils in der Bibel steht" entspricht nämlich nicht genau der Frage, sondern zeigt das Problem nur extremer auf bzw. verlegt das Problem um eins nach hinten, weil dann die Frage im Raum steht, warum man so stark an die Bibel glaubt, wogegen auch so vieles spricht. Persönliche Erfahrungen kann man als Antwort ebenfalls nicht stehen lassen und akzeptieren, da es in anderen Glaubensrichtungen ebenfalls solche "Erfahrungen" gibt, welche den anderen widersprechen ergo eine "persönliche Erfahrung" niemals einfach so mit der Wahrheit gleichzusetzen ist sondern nur als das, was es ist: Eine Erfahrung, die wohl auf subjektiven Glauben sowie persönlicher Interpretation aufbaut.
_________________ Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr
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Ron
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 17:06 |
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Registriert: 8. Januar 2007 09:05 Beiträge: 6069
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Wer ist denn der "Verzweifeltere"? Wer einem "Märchenbuch" glaubt oder wer versucht, diesen Glauben an das "Märchenbuch" ad absurdum zu führen? Du kannst einen dauern, wieso hast Du Dich nur mit uns eingelassen?
_________________ Ron
Die Freiheit liegt jenseits der Mauern, die wir selbst errichten
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Perseus
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 17:42 |
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Registriert: 9. Februar 2008 01:22 Beiträge: 2139 Wohnort: NRW
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Scrypton hat geschrieben: Was ich verstehen will ist, wie man an etwas glauben kann, wogegen doch alles spricht.
Ein Christ glaubt nicht an die Bibel, weil er darin irgendeine wissenschaftliche Wahrheit sieht oder gesucht hat. Ein Christ vertraut der Bibel, weil er die Kraft des Evangeliums kennen gelernt und praktisch erfahren hat. Sicher gibt es auch "Christen" bei denen das etwas anders ist, aber ihr Glaube wankt mit ihren Erkenntnissen, bis hin zum völligen Abfall. Das muss auch so sein. So wird Spreu und Weizen getrennt.
_________________ Eine Meinung zu haben, ist kein Richten. Unter Richten versteht man eine Konsequenz aufgrund eines bestimmten definierten Maßstabes, der u.A. auch die Meinung umfassen kann. Beispiele für mögliche Konsequenzen : Ignorieren, Gemeindeausschluss, Tötung.
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Eifel
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Betreff des Beitrags: Re: Warum d. Schöpfungsgesch. nicht wörtl. genommen werden kann Verfasst: 30. Dezember 2009 18:27 |
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Registriert: 22. April 2009 12:05 Beiträge: 619
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Scrypton hat geschrieben: Eifel hat geschrieben: Deine Meinung scheint doch festzustehen und warum denkst du, daß andere sich deinen Ansichten anschließen sollten? Vielleicht schreibst du mal was zu deiner Motivation in dieser Sache. Ich finde es nur allgemein sehr interessant, wie stark der einfache Glaube so sein kann und wie verzweifelt Menschen daran festhalten können, sowieso mit dem Standpunkt, nur ihr Glaube sei "der einzig Wahre". Das finde ich nicht nur naiv, sondern auch recht wichtigtuerisch und vorallem amüsant. Was ich verstehen will ist, wie man an etwas glauben kann, wogegen doch alles spricht. Antworten wie "weils in der Bibel steht" entspricht nämlich nicht genau der Frage, sondern zeigt das Problem nur extremer auf bzw. verlegt das Problem um eins nach hinten, weil dann die Frage im Raum steht, warum man so stark an die Bibel glaubt, wogegen auch so vieles spricht. Persönliche Erfahrungen kann man als Antwort ebenfalls nicht stehen lassen und akzeptieren, da es in anderen Glaubensrichtungen ebenfalls solche "Erfahrungen" gibt, welche den anderen widersprechen ergo eine "persönliche Erfahrung" niemals einfach so mit der Wahrheit gleichzusetzen ist sondern nur als das, was es ist: Eine Erfahrung, die wohl auf subjektiven Glauben sowie persönlicher Interpretation aufbaut. Scrypton, in meinen Augen spricht nichts gegen Subjektivität und persönlicher Erfahrung. Der Mensch besteht nicht nur aus Vernunft und Verstand. Der Glaube und transzendente Erfahrungen gehören zum festen Repertoire des Menschen und der Menschheit. Selbst unter evolutionären Gesichtspunkten wäre zu fragen, wie Transzendenz und Glaube Einzug in den Menschen gehalten hat und welche Bedeutung dies hat. Etwas wogegen so vieles spricht, dürfte doch gar nicht realisiert worden sein. Aber egal, da ich an die ET nicht glaube, haben diese Fragestellungen nur eine untergeordnete Bedeutung für mich. Wichtiger scheint mir das die Bibel Bereiche des Menschen anspricht, die gerade unter Umgehung des Verstandes Herz und Seele ansprechen soll. Und warum? Weil die Botschaft der Bibel getragen vom Heiligen Geist auf eine Realität vorbereitet und diese in Aussicht stellt, die etwas mit Heiligkeit und Vollkommenheit zu tun hat. Die Bibel gibt nicht nur Auskunft über das Vorhaben Gottes, sie wirkt auch auf wunderbar subtile Weise, denn durch die Beschäftigung mit ihr, mit Gottes Botschaft an die Menschen, richtet sich der Geist aus zu seinem Quell zu seinem Ursprung, dessen Ziel es ist, den Menschen zu sagen, daß sie mehr sind als nur Fleisch und Blut. Ich weiß nicht, ob du das verstehen oder nachvollziehen kannst, aber ich schreibs mal trotzdem, da wir gerade bei Motivationen sind. Die Motive eines Christen sollten daher geistig sein und einem Ziel folgen, dessen Beispiel im Leben Jesu vorzeichnet wurde.
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