Das Buch Esther (persisch = »Stern«) schildert eine Begebenheit, die das jüdische Volk im babylonischen Exil unter dem König Ahasveros erlebte, d.h. etwa 55 Jahre nach dem Erlaß des Königs Kyrus und etwa 25 Jahre vor der Reise Esras nach Jerusalem. Im jüdischen AT gehört es zu den Ketubim (»Schriften«) und zu den Megilloth (»Rollen«); es wird noch heute zum jüdischen Purimfest vorgelesen. In vielerlei Hinsicht ist es ein besonderes Buch im AT; weder der Name Gottes noch Gottes ausdrückliches Handeln werden darin erwähnt, auch wenn seine Vorsehung und Allmacht in den Ereignissen erkennbar ist. Das Buch schildert die Geschichte der Jüdin Esther, die zur persischen Königin aufsteigt und in dieser Position einen heimtückischen Anschlag Hamans zur Ausrottung der Juden vereiteln kann. Dabei unterstützt sie ihr Pflegevater Mordechai, der eine hohe Stellung am Königshof einnimmt. Das Buch endet mit der Einführung des Purimfestes.
Kapitel 1
Das Festmahl des Ahasveros
Ungehorsam und Verstoßung der Königin Vasti
Kapitel 2
Esther wird zur Königin ausersehen
Mordechai vereitelt einen Anschlag auf den König
Kapitel 3
Der Aufstieg Hamans und sein Mordplan gegen die Juden
Kapitel 4
Mordechai fordert Esther auf, sich für die Rettung der Juden einzusetzen
Kapitel 5
Esther erscheint vor dem König
Haman plant die Ermordung Mordechais
Kapitel 6
Mordechai kommt zu Ehren - Haman wird gedemütigt
Kapitel 7
Haman wird entlarvt und hingerichtet
Kapitel 8
Mordechai und Esther erwirken einen Erlaß zu Gunsten der Juden
Kapitel 9
Die Feinde der Juden werden getötet
Das Purimfest wird eingesetzt
Kapitel 10
Mordechais Ansehen und Tugend
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