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Das Buch Hiob (Schlachter 2000)

Mit dem Buch Hiob (hebr. Ijob = »Der Angefeindete«) beginnen die in dichterischer Form niedergeschriebenen Weisheitsschriften des AT; es nimmt in verschiedener Hinsicht eine besondere Stellung ein. Der Verfasser bleibt ungenannt, und die Entstehungszeit ist nicht genau bekannt, auch wenn viele Umstände darauf hinweisen, daß sich die Geschichte Hiobs zur Zeit der Patriarchen abgespielt hat. Das Thema des Buches ist der Sinn des Leidens bei den Gläubigen. Hiob, ein gottesfürchtiger und gerechter Mann von großem Wohlstand und Ansehen, wird von Gott einer Prüfung unterworfen: der Widersacher darf ihm seinen Wohlstand, seine Kinder und seine Gesundheit rauben (Kap. 1-2). Nun entwickelt sich ein Streitgespräch zwischen dem leidenden Hiob und seinen drei Freunden, die ihn trösten wollen, aber schließlich zu seinen Anklägern werden (Kap. 3-31). Hiob behauptet seine Unschuld und wirft Gott Willkür vor; seine Freunde dagegen wollen Gott verteidigen und werfen Hiob vor, er habe sein Leiden selbst verschuldet. Am Ende dieses Streites tritt ein vierter Redner auf, Elihu, der besonders auf Gottes Souveränität hinweist (Kap. 32-37). Unmittelbar anschließend redet Gott selbst Hiob an und weist ihn zurecht, indem er auf seine Selbstoffenbarung in der Schöpfung verweist (Kap. 38-41). Schließlich tut Hiob Buße und wird wiederhergestellt (Kap. 42). Das Buch ist über die Jahrhunderte ein großer Trost für leidende Gläubige gewesen und zeigt ihnen, daß Gott manchmal Leiden zur Läuterung und Zubereitung zuläßt und in seinem souveränen Handeln immer gerecht bleibt. Es enthält wichtige Hinweise auf Gottes Erlösungsplan: Um vor Gott gerecht dazustehen, braucht der sündige Mensch einen Mittler (9,33), einen Bürgen (16,19) und einen Erlöser (19,25), und das alles findet er allein in Christus.


Kapitel 1
Hiobs Rechtschaffenheit
Hiob wird von Satan angeklagt. Gott läßt zu, daß er geprüft wird
Hiob verliert seine Güter und seine Familie

Kapitel 2
Hiob wird durch schwere Krankheit geprüft
Besuch der drei Freunde Hiobs

Kapitel 3
Hiob verflucht den Tag seiner Geburt

Kapitel 4
Die erste Rede des Eliphas

Kapitel 5
Eliphas ermahnt Hiob, die Züchtigung anzunehmen

Kapitel 6
Hiobs Unmut und Schmerz
Hiob wehrt sich gegen die Zurechtweisungen seiner Freunde

Kapitel 7
Hiobs Leiden und Auflehnung

Kapitel 8
Die erste Rede des Bildad

Kapitel 9
Hiobs Antwort auf Bildad: Er anerkennt Gottes Allmacht
Hiob bezichtigt Gott der Ungerechtigkeit

Kapitel 10
Hiob fühlt sich von Gott grundlos bedrängt

Kapitel 11
Die erste Rede des Zophar

Kapitel 12
Hiobs Antwort auf Zophar
Hiob bezeugt die Macht Gottes

Kapitel 13
Hiob will sich vor Gott rechtfertigen und verteidigen

Kapitel 14
Hiob beschreibt das Elend des Menschen

Kapitel 15
Die zweite Rede des Eliphas

Kapitel 16
Hiobs Antwort auf Eliphas
Hiob klagt über sein Geschick

Kapitel 17
Hiob schildert seine Leiden

Kapitel 18
Die zweite Rede des Bildad

Kapitel 19
Hiobs Antwort auf Bildad. Klage über Gottes Züchtigungen
Hiobs Glaube: »Ich weiß, daß mein Erlöser lebt«

Kapitel 20
Die zweite Rede des Zophar

Kapitel 21
Hiobs Antwort: Das Wohlergehen der Gottlosen

Kapitel 22
Die dritte Rede des Eliphas

Kapitel 23
Hiobs Antwort auf Eliphas: Er will seine Rechtssache vor Gott bringen

Kapitel 24
Hiob klagt, daß Gott das Treiben der Bösen gewähren lasse

Kapitel 25
Die dritte Rede des Bildad

Kapitel 26
Letzte Erwiderung Hiobs an seine drei Freunde

Kapitel 27
Hiob hält an seiner Unschuld fest

Kapitel 28
Hiob auf der Suche nach der Weisheit

Kapitel 29
Hiob blickt zurück auf sein einstiges Glück

Kapitel 30
Hiobs Elend und Demütigung

Kapitel 31
Hiob hält an seiner Unschuld fest

Kapitel 32
Elihu tadelt Hiobs Freunde und redet zu Hiob

Kapitel 33
Elihu verkündet das Heilswerk Gottes

Kapitel 34
Elihu verkündet die souveräne Gerechtigkeit Gottes

Kapitel 35
Elihu rät Hiob, Gott und seine Belehrung zu suchen

Kapitel 36
Elihu beschreibt das Schicksal der Gerechten und der Gottlosen
Die unerforschlichen Wege Gottes

Kapitel 37
Schluß der Rede Elihus: Der Gewittersturm bezeugt die Größe Gottes

Kapitel 38
Der Herr selbst antwortet Hiob und stellt ihm prüfende Fragen
Die Schöpfung bezeugt Gottes Macht und die Ohnmacht des Menschen
Die Tierwelt weist auf die Größe und Weisheit Gottes hin

Kapitel 40
Hiob demütigt sich vor Gott
Der Herr verweist Hiob auf seine Herrlichkeit und Macht
Der Behemoth und seine Kraft
Der Leviathan ist für den Menschen unbezwingbar — »Wer aber kann vor mir bestehen?«

Kapitel 42
Hiobs Demütigung und Reue
Hiob bittet für seine Freunde
Das gesegnete Ende Hiobs




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